Der Krankenstand steht in keiner Bilanz. Er steht in der Lohnabrechnung, in den Überstunden der Kollegen und in den Aufträgen, die liegen bleiben. Geben Sie fünf Zahlen ein und Sie sehen, worüber Sie eigentlich sprechen.
Gerechnet wird mit den veröffentlichten Werten der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin für 2024 und den Beitragssätzen 2026. Nichts davon ist geschätzt.
ausgefallene Leistung kostet ein einziger Fehltag. 881,5 Millionen Fehltage ergaben 134 Milliarden Euro Produktionsausfall.
Quelle: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Datenjahr 2024. Der Rechner unten setzt Ihre eigenen Zahlen ein.
Fünf Zahlen
Ihr Haus, Ihre Summe.
Alles rechnet sofort mit, direkt in Ihrem Browser. Gespeichert wird nichts. Übertragen wird nur dann etwas, wenn Sie sich das Ergebnis unten als PDF schicken lassen.
11.000
25.000 €120.000 €
Ohne Arbeitgeberanteile, die rechnet der Rechner dazu. Zum Vergleich: der mittlere Bruttojahresverdienst einer Vollzeitstelle lag 2025 bei 54.066 €.
0 %20 %
Anteil der geplanten Arbeitstage, der krankheitsbedingt ausfällt. Wenn Sie die Zahl nicht kennen: Ihre Lohnbuchhaltung kennt sie.
200260
2026 sind es je nach Bundesland 248 bis 252 Tage.
Noch konkreter
Eine Summe ist abstrakt. Verkaufte Stücke sind es nicht. Zwei Zahlen von Ihnen, und ich rechne Ihre Fehlzeiten in Ihr Geschäft um.
Netto, ohne Mehrwertsteuer. Ihr Durchschnitt genügt.
1 %25 %
Was vom Umsatz am Ende als Gewinn übrig bleibt. Die Deutsche Bundesbank weist für nichtfinanzielle Unternehmen 4,4 % für 2024 aus, für kleine und mittlere Unternehmen 7,1 %. Nehmen Sie Ihren Wert, Sie kennen ihn besser als jede Statistik.
Ein einziger Fehltag kostet Sie
…
Fortgezahltes Gehalt samt Arbeitgeberanteilen, dazu die Leistung, die an diesem Tag nicht erbracht wird.
Gerechnet mit 21,74 % Arbeitgeberanteilen auf das fortgezahlte Entgelt und 152 € ausgefallener Leistung je Fehltag. Nicht enthalten sind Fehler, Qualitätsverluste, verlorene Aufträge und die Mehrbelastung derer, die da sind. Alles real, nichts davon seriös zu beziffern.
Unterwegs. Das PDF ist an Ihre Adresse geschickt. Falls es nicht ankommt, schauen Sie bitte im Werbeordner nach.
Das hat nicht geklappt. Bitte prüfen Sie die Adresse, oder drucken Sie das Ergebnis einfach aus.
Die Sendung wurde abgewiesen. Das passiert, wenn das Formular ohne Browser abgeschickt wird. Laden Sie die Seite neu und versuchen Sie es noch einmal.
Keinen Namen, keine Firma, keine Telefonnummer, keine Position. Und was Sie oben eintragen, bestimmen Sie selbst: Runden Sie großzügig, schätzen Sie, lassen Sie den Regler einfach stehen. Der Rechner funktioniert auch mit groben Zahlen.
Eine Kopie geht an mich, damit ich Ihre Größenordnung kenne, falls Sie sich melden. Von allein schreibe ich Ihnen deswegen nicht. Gespeichert wird nichts, es gibt keine Liste und keine Datenbank, nur zwei Mails. Einzelheiten in der Datenschutzerklärung.
Und wenn Ihnen auch das zu viel ist: Drucken Sie das Ergebnis aus. Dann bekomme ich gar nichts, und Sie trotzdem Ihre Zahl.
Offengelegt
Woher jede Zahl kommt.
Ein Rechner, der seine Quellen nicht nennt, ist ein Werbemittel. Deshalb hier alles im Einzelnen.
Entgeltfortzahlung
Das Gehalt läuft weiter, obwohl nicht gearbeitet wird, sechs Wochen je Krankheitsfall nach § 3 Entgeltfortzahlungsgesetz. Der Rechner teilt Ihr Bruttojahresgehalt durch Ihre Arbeitstage. Zur Größenordnung: Die Arbeitgeber in Deutschland zahlten dafür 2023 zusammen 76,7 Milliarden Euro.
Arbeitgeberanteile
Auf das fortgezahlte Entgelt laufen die Sozialabgaben mit. 2026 sind das Krankenversicherung 8,75 %, Pflege 1,80 %, Rente 9,30 % und Arbeitslosenversicherung 1,30 %, zusammen 21,15 %. Dazu die Umlagen U2 mit 0,44 % und Insolvenzgeld mit 0,15 %, die der Arbeitgeber allein trägt.
Ausgefallene Leistung
Der größere Posten, und der, den keine Rechnung zeigt. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin beziffert ihn für 2024 auf 152 € Produktionsausfall je Fehltag. 881,5 Millionen Fehltage ergaben 134 Milliarden Euro. Rechnet man in Bruttowertschöpfung, sind es 258 € je Tag und 227 Milliarden insgesamt. Der Rechner nimmt den vorsichtigen Wert.
Erstattung aus der U1
Betriebe bis 30 Mitarbeitende bekommen je nach gewähltem Satz zwischen 50 und 80 % der Entgeltfortzahlung zurück. Das senkt die Kosten und gehört deshalb hinein, sonst rechnet sich der Rechner reich. Die Umlage selbst zahlen Sie auf die gesamte Lohnsumme, unabhängig davon, ob jemand krank ist.
Was der Rechner bewusst nicht einrechnet
Fehler durch Vertretungen, Qualitätsverluste, Aufträge, die liegen bleiben, Überstunden der Anwesenden und die Ausfälle, die aus dieser Mehrbelastung entstehen. Das alles ist real und in vielen Häusern der größere Schaden. Nur gibt es dafür keine belastbaren Durchschnittswerte, und ich schätze nicht. Rechnen Sie Ihre Summe also als Untergrenze.
Zitierfähige Quellen: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Volkswirtschaftliche Kosten durch Arbeitsunfähigkeit, Datenjahr 2024. Wissenschaftliches Institut der AOK, Fehlzeiten-Report, Krankenstand 2024 nach Branchen. Techniker Krankenkasse, Gesundheitsreport 2026, Krankenstand 2025. Institut der deutschen Wirtschaft Köln, Entgeltfortzahlung, Datenjahr 2023. Statistisches Bundesamt, Verdiensterhebung 2025. Beitragssätze 2026 nach Angaben der Krankenkassen. Deutsche Bundesbank, Ertragslage und Finanzierungsverhältnisse deutscher Unternehmen im Jahr 2024, für die Umsatzrendite.
Die Zahl, die steigt
Der Krankenstand sinkt. Die Psyche nicht.
Über alle Diagnosen gingen die Fehltage 2025 leicht zurück, 23,3 Tage je Mitglied gegenüber 24,5 im Jahr 2022. Ein Block zeigt trotzdem weiter nach oben, und zwar seit Jahren: psychische Erkrankungen.
42 %
mehr Fehltage wegen psychischer Erkrankungen als vor zehn Jahren. 403 Arbeitsunfähigkeitstage je 100 Mitglieder im Jahr 2025, 2016 waren es 284.
77 %
allein bei Burnout. 19,5 Ausfalltage je 100 Mitglieder, 2016 waren es 11,0. Die Diagnose, die innerhalb dieser Gruppe am schnellsten wächst.
28,5
Tage dauert ein einzelner Fall im Durchschnitt. Eine Atemwegserkrankung kostet 5,7 Tage. Wer hier ausfällt, fällt lange aus.
Warum das in diesem Rechner auftaucht
Weil es die Posten sind, die Ihre Summe oben in den nächsten Jahren bewegen. Die DAK kommt bei 2,4 Millionen ausgewerteten Beschäftigten auf 366 Fehltage je 100 Versicherte, nach 342 im Vorjahr, und auf eine Falldauer von 34,2 Tagen. In ihrer Rangliste sind psychische Erkrankungen damit von Platz drei auf Platz zwei gerückt und stehen für 18,7 Prozent aller Fehltage. Eine Prognose für die kommenden Jahre finden Sie hier nicht, die gibt es nämlich nicht belastbar. Was es gibt, ist eine Richtung, die seit zehn Jahren dieselbe ist, und eine Falldauer, die das Fünffache einer Erkältung beträgt.
Quellen: Wissenschaftliches Institut der AOK, Fehlzeiten-Report 2026, Datenjahr 2025. DAK-Gesundheit, Psychreport 2026, Datenjahr 2025, 2,4 Millionen Beschäftigte.
Der Hebel
Vier Fehltage liegen in der Zusammenarbeit.
Gallup befragt jedes Jahr 1.700 Beschäftigte in Deutschland. Wer emotional hoch an seinen Arbeitgeber gebunden ist, fehlt 5,7 Tage im Jahr. Wer keine Bindung mehr hat, fehlt 9,7. Vier Tage Unterschied, bei gleicher Arbeit und gleichem Körper.
Wo diese Bindung entsteht
Nicht am Obstkorb und nicht am Sommerfest. Gallup führt sie in erster Linie auf die direkte Führungskraft zurück, und die Erhebung stützt das mit einer zweiten Zahl: Bundesweit sind 10 Prozent der Beschäftigten hoch gebunden. In Unternehmen, die aktiv in Führungsqualität investieren, sind es 40 Prozent.
Dazu kommt, was in denselben Befragungen über die Jahre passiert ist. 2019 vertraute knapp die Hälfte der Beschäftigten ihrer Führungskraft uneingeschränkt, nämlich 49 Prozent. Inzwischen sind es 21 Prozent. Wer eine klare Stärkenorientierung durch seine Führungskraft erlebt, ist laut Gallup achtmal häufiger hoch gebunden.
Das sind Unterschiede zwischen Gruppen, keine Zusage für Ihr Haus. Niemand kann Ihnen garantieren, dass vier Tage je Kopf wegfallen. Aber es ist die Größenordnung, um die es in diesem Teil Ihrer Quote geht, und sie steckt nicht in der Medizin.
Und was ich damit mache
Ich bin nicht für die Gesundheit Ihrer Leute zuständig, dafür gibt es Ärzte. Ich arbeite an der Art, wie bei Ihnen zusammengearbeitet wird. Werden Erwartungen ausgesprochen oder vorausgesetzt. Was passiert mit einem Konflikt, den keiner anspricht. Merkt jemand, dass seine Arbeit gesehen wird. Wie redet eine Führungskraft mit jemandem, der seit drei Wochen nicht mehr derselbe ist.
Das ist lernbar, es ist eine Frage von Handwerk und nicht von Charakter, und es ist der Punkt, an dem die Zahl oben beweglich wird. Die Quote fällt nicht, weil Sie sie messen. Sie fällt, wenn sich etwas an der Zusammenarbeit ändert.
Quellen: Gallup, Engagement Index Deutschland 2025, für Fehltage und Bindungsanteile. Gallup, Engagement Index Deutschland 2024, 1.700 telefonisch Befragte ab 18 Jahren, für Vertrauen und Stärkenorientierung.
Der Umkehrschluss
Gespartes ist leichter verdient als Verkauftes.
Ein Euro zusätzlicher Umsatz bringt Ihnen bei fünf Prozent Rendite fünf Cent. Ein Euro, den Sie gar nicht erst ausgeben, bringt Ihnen einen Euro. Das ist der ganze Trick an dieser Rechnung, und deshalb lohnt sich der Blick auf die Fehlzeiten, bevor Sie den Vertrieb antreiben.
Was Resilienz leisten kann
Resilienztraining, Achtsamkeit, Stressbewältigung: Das sind gute Angebote, und ich mache selbst Mentaltraining. Nur greifen sie beim Einzelnen an, nicht an der Ursache. Wenn die Belastung bleibt, kommt das Symptom zurück. Das Wellbeing Research Centre der Universität Oxford hat 2024 über 46.000 Beschäftigte befragt: Wer an solchen Programmen teilnahm, berichtete kein besseres Wohlbefinden als wer nicht teilnahm. Eine Befragung ist kein Beweis, aber sie passt zu dem, was ich in Betrieben sehe.
Was an der Ursache ansetzt
Die Belastung entsteht selten im Körper und fast immer im Miteinander. Unklare Erwartungen, Konflikte, die keiner anspricht, Arbeit, die niemand sieht. Genau da zeigt Gallup den Unterschied: Bundesweit sind 10 Prozent der Beschäftigten emotional hoch gebunden, in Unternehmen, die aktiv in Führungsqualität investieren, 40 Prozent. Und hoch Gebundene fehlen 5,7 Tage im Jahr statt 9,7.
Was eine Maßnahme kosten darf
Die Zahl steht oben im Rechner, in der letzten Zeile. Wenn vier Fehltage weniger je Kopf in Ihrem Haus einen bestimmten Betrag wert sind, dann darf eine Maßnahme, die das erreicht, genau so viel kosten und hat sich gerade getragen. Alles darunter ist Gewinn. Die Initiative Gesundheit und Arbeit, getragen unter anderem von AOK-Bundesverband und Deutscher Gesetzlicher Unfallversicherung, kommt über ihre Auswertungen auf einen mittleren Rückfluss von 2,70 Euro je investiertem Euro. Ich verspreche Ihnen diese Zahl nicht. Ich sage Ihnen nur, dass Sie beim Rechnen nicht bei null anfangen.
Quellen: Wellbeing Research Centre, University of Oxford, Fleming 2024, Befragung von mehr als 46.000 Beschäftigten zu individuellen Wohlbefindensangeboten. Gallup, Engagement Index Deutschland 2025. Initiative Gesundheit und Arbeit, iga.Report 40, mittlerer Return on Investment von 2,7, und iga.Report 28, Auswertung von rund 2.400 Studien.
Und was heißt das für Sie
Fehltage sind selten nur eine Frage der Gesundheit.
Wo Menschen gern hingehen, gehen sie häufiger hin. Ein Teil Ihrer Quote entsteht nicht im Körper, sondern in der Führung: unklare Erwartungen, fehlende Anerkennung, Konflikte, die niemand anspricht. Genau da setze ich an.
Die Branchen reichen von 4,5 % bei Banken und Versicherungen bis 7,4 % im Gesundheits- und Sozialwesen. Die Techniker Krankenkasse kam für 2025 auf 5,08 % und 18,5 Fehltage je Kopf. Wer deutlich darüber liegt, hat kein Pech, sondern ein Thema.
Der nächste Schritt
Worum geht es?
Ein Telefonat von zwanzig Minuten reicht meistens, um zu klären, ob ich der Richtige für die Aufgabe bin. Kostenlos, unverbindlich. Und wenn nicht, sage ich das.